Die Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah beten während der Weltmeisterschaft öffentlich auf dem Rasen mit Spielern des deutschen Gruppengegners aus Curacao. Dieses Bild schlägt in der Öffentlichkeit hohe Wellen FÜR Karlsruhe beobachtet die teils schrillen Reaktionen mit Sorge und setzt sich entschieden für die Sichtbarkeit christlicher Werte in unserer Gesellschaft ein. Der persönliche Glaube ist kein rein privates Konstrukt, das hinter verschlossenen Türen versteckt werden muss. Er ist das Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Stadtrat Friedemann Kalmbach äußert sich zu der aufgeregten Diskussion:
„Es ist bezeichnend und gleichermaßen erschreckend, wie nervös und mitunter intolerant Teile der Öffentlichkeit reagieren, wenn Leistungssportler vor Millionen von Zuschauern ihren Glauben an Gott bekennen. Wenn postuliert wird, der persönliche Glaube habe in der Öffentlichkeit nichts zu suchen, verkennt man die Wurzeln unserer eigenen Kultur und Demokratie. Der christliche Glaube hatte immer einen festen und gestaltenden Platz in unserer Gesellschaft. Unser Grundgesetz basiert maßgeblich auf dem christlichen Menschenbild – die unveräußerliche Würde des Menschen ist kein Zufallsprodukt, sondern tief im christlichen Verständnis verwurzelt. Auch unser starker Sozialstaat, der für die Nöte der Schwächsten einsteht, speist sich direkt aus der christlichen Nächstenliebe. Für genau diese Werte steht Deutschland und diese Werte entspringen aus dem christlichen Glauben.
Uns als FÜR Karlsruhe geht es hierbei explizit nicht um Missionierung oder das Aufdrängen von Glaubensüberzeugungen. Es geht um das Fundament unseres Umgangs miteinander: In Liebe, in gegenseitiger Akzeptanz und mit echtem Respekt. Wenn wir Vielfalt predigen, müssen wir auch die Freiheit aufbringen, gelebten Glauben im öffentlichen Raum zu tolerieren. Felix Nmecha und Jonathan Tah zeigen Mut und Rückgrat. Was wir in dieser Debatte brauchen, ist weniger schrille Empörung und dafür mehr Gelassenheit und Respekt vor der persönlichen Überzeugung des Einzelnen.“
Eine Gesellschaft, die ihre eigenen Fundamente missachtet, diese läuft Gefahr, den inneren Zusammenhalt zu verlieren. Das öffentliche Bekenntnis zum christlichen Glauben bereichert den Diskurs und erinnert an die Verantwortung, die wir füreinander tragen – ein Kompass, der auch für die politische Arbeit im Karlsruher Gemeinderat unverzichtbar ist.
